Für heute haben wir einen fakultativen Besuch bei einer kleinen
Rentierfarm gebucht. Wir werden um 11 Uhr beim Hotel mit einem Bus abgeholt. In
der Wildnis angekommen erklärt uns der Hausherr (mit der Pelzmütze) viel über Hof
und Tiere. Wir laufen mit Ihm zum Rentiergehege. In dieser Farm sind die
Rentiere nicht freilaufend. Dafür sind sie aber Handzahm und wir dürfen sie mit
Moos oder Flechten füttern. Dem einem Rentiermännchen legt er das
Pracht-Zaumzeug um: Mit diesem kann ein Boot als Schlitten gezogen werden.
Dann dürfen wir ins Haus um uns bei fast -20 Grad wieder
aufzuwärmen. Seine Frau führt uns ins Wohnzimmer und zeigt diverse
Handarbeiten: Aus den Fellen der Beine der Rentiere werden Schuhe gefertigt.
Sie zeigt uns die Fellverarbeitung bis zum Nähen der Schuhe. Auf dem Bild sieht
man sie, wie die innere getrocknete harte Haut abgekratzt und aufgeraut wird. Auf
dem letzten Bild zeigt er uns einen mit Heu gefütterten Schuh, die trage er so
am liebsten wenn es kalt ist: Als ein Winter in Finnland sehr kalt wahr (bis zu
-50 Grad) sah man nur Personen mit diesen Schuhen draussen. Heu isoliere besser
als Wolle…
Und wir freuen uns auf die vierte Nacht. Diese fing
verheissungsvoll an, doch dann kam leider eine Wolkenfront. Anbei ein paar
Fotos, bei den ersten beiden ist die Sicht noch klar, beim Dritten sieht man
die Wolken im Vordergrund und das Polarlicht dahinter… Wir harrten dann noch eine Stunde aus, aber es kam nichts mehr zum Vorschein, die Wolkendecke war zu dicht. Der einzige Vorteil dieses Abends: Es war Dank Wolkenisolation nur -12 Grad kühl... ;-)








Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen