Samstag, 16. März 2013

Freitag, 15. März - Rückreise


Um 7:00 Ortszeit bei -33 Grad beladen wir den Bus und fahren Richtung Flughafen in Ivalo zurück. Die Fahrt klappt bestens und wir fliegen über Helsinki zurück nach Zürich

Anbei einen herzlichen Dank an den Reiseleiter Joachim Biefang: Er hat die Reise mit seiner sympathischen Art bereichert, uns zu jeder Zeit sehr viel Wissen vermittelt und mit unerschütterlichem Optimismus in der Kälte mit uns auf Nordlichter geharrt :-)

Ebenso ein Dank für die gute Planung und Organisation von Wittmann Travel 

Donnerstag, 14. März


Heute haben wir einen freien Tag zur Verfügung. Wir StaMaed machen einen Spaziergang zur Kirche und auf den zugefrorenen See. Hier ist wichtig, man sollte nicht die Mitte überqueren, sonst ist man in Russland. Auf dem See sehen wir die Grenzpolizei welche eine Übung durchführt.

Hier geht's auf den See / gelb ist der Grenzstein


Die Grenzpolizei bei der Übung

Zmitzt im See :-)
Rechts ist Norwegen, links Russland
 
 Zurück beim Hotel essen die Stamms zum Zvieri noch eine wenig kalte Krabben vom Vortag.


Die letzte Polarnacht folgt. Doch diesen Abend bleibt das erhoffte grosse Feuerwerk aus. Die schnellen der Truppe sehen die erste Welle des Lichts (ich verpasste es) und nachher folgt nicht viel Grosses. Um sehr frühe 23:30h bei -25 Grad beschliessen wir abzubrechen. Ich werde Jörg noch die Bilder der ersten Welle abbetteln J

leicht rechts unten ist der Neumond

das grüne Polarlicht in der roten Lichtverschmutzung


 

Mittwoch, 13. März


Bei strahlendem Wetter machen wir uns heute auf zum Fjord um Krabben zu fischen. Wir wissen gar nicht so genau was uns erwartet… Mit einem Minibus fahren wir entlang der russischen Grenze zu einem privaten Hafen.
Am Grenzposten zu Russland machte man kurz Halt
 
Bei diesem Ausflug seien sie schon mit dem kleinen Zodiac Gummiboot oder den Schneemobilen zu den Fangplätzen gefahren. Heute setzen sie aber den Eisbrecher ein, da der Fjord zum Teil zugefroren ist; zum Glück für uns ;-)
Auf der Fahrt wird auch Eis gebrochen, es ist ein Boot in Katamaran Form. Die Fahrt dauert ca. 30 Minuten.

Das Rote ist unser Eisbrecher






Bei den Fangplätzen angekommen sieht man eine Boje, die wird an Bord genommen und das Seil wird aufgerollt. Aus ca. 85m Tiefe wird ein Krabbenkorb heraufgezogen. Und da passiert es: Der Korb öffnet sich kurz unterhalb des Bugs und wir sehen die Krabben wieder in die Tiefe entfliehen. Die Einen freut es… 5 Stück bleiben aber hängen. Aber sie haben noch einen zweiten Korb. Dieser wird angefahren und ebenso geborgen. Der zum Bersten gefüllte Korb wird eingeholt und etwa weitere 10 Krabben werden aus dem Korb geholt. Dabei werden ein paar kleinere Exemplare gleich wieder frei gelassen.


 

Zu demonstrationszwecken geht der Taucher am Fjordrand ins Wasser und bringt noch ein paar Krabben an Board. Das Wasser hat ca. -1 Grad. Zur Überraschung nisten an der Felswand beim Rand des Fjordes Möwen. Da konnte ich auch noch ein paar Bilder schiessen.


 
Zurück an Land wird die Zeit bis die Krabben gekocht sind mit einem Vortrag überbrückt. Der Taucher erzählt uns etwas zu den roten Königskrabben. Im Moment kommen nur noch kleinere Exemplare vor, 2-3 jährig und ca. 2kg. Vor ein paar Jahren gab es viel grössere, bis 10 jährig und 10kg schwer.


 

Nach dem feinen Schmaus fährt uns der Bus wieder zurück zum Kongresszentrum. Dort essen die einen noch Znacht, ich hingegen habe genügend beim Ausflug gegessen. Nach dem Essen wird wieder umgezogen und auf dem Flachdach Stellung bezogen um auf die Polarlichter zu lauern.

 

Donnerstag, 14. März 2013

Dienstag 12. März


Heute ist nichts geplant, ein Tag zur freien Verfügung. Aber Joachim bietet eine Wanderung zur Höhe 96, das ist ein Hügel welcher 96m hoch ist. Es sind ca. 15km. Dabei etwa 800m den Hügel hoch im hüfthohen Schnee. Vier Schneeschuhläufer planen uns den Weg und Jörg, Heinz und ich treten dann Schritte aus, damit die anderen hinter uns festen Untergrund haben. Dabei beginnt ein Traktor den Weg freizuschleudern, aber dieser kommt nur sehr langsam voran. Somit überholen wir diesen. Der Fahrer schüttelt nur voller Unverständnis den Kopf.





 

Wir kommen am Fuss der Höhe 96 an. Da ist sogar eine Pferderennbahn, mitten in der Wildnis...
 

 Da sieht man den Traktor mit der Schneefräse. Und rechts stapfen wir den Hügel hoch.

 

Am Ziel angekommen geniessen wir die Aussicht und wir haben auch Zeit für Spielereien:



Wir kriegten auch Nachhilfestunden in Astronomie: Im Bild sieht man Joachim mit der Armillarsphäre. An dieser kann der Sonnen- und Planetenverlauf gegenüber unserer Sicht auf der Erde dargestellt werden.



Nachtbilder folgen noch...

Montag 11. März


Nach den 5 Nächten in Inari fahren wir mit einem Reisecar nach Svanvik in der Nähe von Kirkenes - Norwegen. Die ca. 250km dauern etwa 4 Stunden. Wir halten mal kurz in einem Shop vor der Norwegischen Grenze. Da schneit es aber ordentlich. Doch das ist einer der wenigen verschneiten Momente auf der ganzen Reise. Mehrheitlich hatten wir wunderbares oder leicht nebliges/mystisches Wetter. Und Joachim der Reiseleiter lässt den Carfahrer noch kurz durch Kirkenes fahren. Im Hafen legt genau bei unserer Durchfahrt ein Schiff der Hurtigruten ab:



Dann reisen wir weiter in das Pasviktal hinein entlang der Russischen Grenze nach Svanvik. Dort wohnen wir im Ovre Pasvik National Park Centre, Bioforsk Svanhovd (http://www.bioforsk.no/ikbViewer/page/prosjekt/hovedtema?p_dimension_id=19512&p_menu_id=19528   &p_sub_id=19513&p_dim2=19514 ).

Es ist ein schönes Konferenzzentrum mitten in der Natur. Alles ist aus Holz gemacht. Auch unsere Zimmer, sie sind aber eher klein. Doch wir sind ja selten in den Zimmern und es hat viele Aufenthaltsräume und sogar ein Museum.
In dieser Nacht ist uns das Wetter nicht wohlgesinnt. Der Himmel ist wolkenverhangen. Wir sehen nicht einmal ob es Polarlichter hätte oder nicht…

Mittwoch, 13. März 2013

Sonntag 10. März


Um 10:15h laufen wir zu einem lokalen Snowmobil Geschäft: Es geht auf den Snowmobil Ausflug J Als erstes werden wir in einen Ganzkörperanzug eingepackt und Handschuhe und Helme. Dann bekommen wir eine kurze (Schmunzel) Einführung zum Snowmobil. Etwas ist ganz wichtig: Wenn die Distanz deines Weges welchen man zurücklegen möchte länger ist als das Snowmobil, dann fährt man! Die Schneetöffs werden zugeteilt und es geht los.








Wir fahren in direkter Linie über den zugefrorenen See zum heiligen Berg der Sami: Das ist ein einzelner grosser "Stein", welcher nicht vom Gletscher weggefräst wurde: Die Aussicht von oben ist eindrücklich.




Wieder zu den Fahrzeugen gerufen fahren wir durch ein kleines Waldstück zur 250 Jahre alten Holzkirche. Im Sommer werden dort auch Hochzeiten gefeiert:




Am Lagerfeuer wärmen wir uns bei Kaffee, Tee, Käse und Würstchen auf.



Weiter geht es wieder in einem kleinen Stückchen Wald und dann auf den offenen See zurück zur Snowmobil Station. Die Fahrt war allgemein gemächlich, zu gemächlich für meinen Geschmack. Ich lies mich zwischendurch kurz mal zurückfallen um eine wenig mit der Beschleunigung und Geschwindigkeit zu spielen J


Bei einen warmen Kakao (mit Wasser angemacht, nicht so unsere Vorliebe) in einem Cafe lassen wir den Ausflug ausklingen. Über den gefrorenen See und den Fluss laufen wir zurück ins Hotel. Ich „spiele“ noch ein wenig mit den Fotos, schreibe am Blog und Raphaela bereitet mir ein wenig das Packen vor: Morgen geht es ja weiter Richtung Norwegen.

Dann musste natürlich noch eins von den Schnee Trottinettes ausprobiert werden:


Heute Abend war es sehr unterschiedlich mit den Polarlichtern. Es fing schon früh und vielversprechend an. Um 22 Uhr trifft man sich warm verpackt am Fluss. Dann flaute es aber wieder ab. Doch gegen 23 Uhr kam Action in die Bude: Nicht sehr intensiv, aber doch immer wieder schöne Lichter. Sie zogen immer mehr gegen uns und wurden auch sehr breit. Joachim dachte sogar, es könnte eine Korona geben. Doch diese kam nicht. Aber als alle gegangen waren, wollte ich noch die breiten Lichter zwischen dem Hotel und Bäumen aufnehmen. Da merkte ich, dass diese so hell waren, dass man sogar auf dem beleuchteten Vorplatz die Polarlichter sehr gut sah. Und dann wurden sie immer schneller und wechselten von grün auf weiss. Leider merkte ich erst jetzt dass das Objektiv angelaufen war. Ich versuchte dann doch noch ein paar Aufnahmen. Dies mit sehr hoher ISO Zahl um so kurze Belichtungen wie möglich zu erstellen, damit die schnellen Bewegungen eingefangen werden können. Aber da war das Schauspiel schon vorbei. Ein Kollege aus der Gruppe stand im Gegensatz zu mir besser und konnte diese Szene festhalten; besten Dank an Thilo:


 Ein Bild zu Beginn des Abends

 Da experimentierten wir: Die Grundlage war eine normale Langzeitbelichtung,
zwischendurch
belichtete Jörg sich mit einer Taschenlampe das Gesicht



Anbei das Foto vom sehr hell beleuchteten Vorplatz: Trotz des starken Fremdlichtes
kann man sehr gut das Polarlicht sehen. Die komischen hellen Flecken rechts oben und
die diversen Spiegelungen sind von den Eiskristallen auf dem Objektiv :-)

Das ist vermutliche eine so genannte Korona, wenn das Polarlicht an
den Zenit aufsteigt. Hier der Dank an Thilo. Man erkennt gut die helle weisse
Farbe in dem grünen Band. ich habe das verpasst, da war ich wohl mit dem
vereisten Objektiv beschäftigt und alle anderen waren da schon im Bett...
(es war ja auch schon 02:00h)